Grundschullehrer für einen halben Tag

Eine schöne Abwechslung zu dem, was ich sonst so tue, war mein Besuch in der Tübinger Grundschule Wanne. Alle Kids waren interessiert dabei, als es darum ging, wie man Tablets – in diesem Fall iPads – in der Grundschule zum Lernen einsetzen kann. Zustande gekommen war die Exkursion über die Forschungsbörse des Wissenschaftsjahres, über die die Klassenlehrerin auf mich und das IWM aufmerksam wurde.

Die Eltern und Kinder haben einer Veröffentlichung der Fotos zugestimmt. Sie können auf Facebook angesehen werden.

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Leseempfehlung: Medienbildung – mehr als Whiteboards und Tablets

Untenstehend das „Reblogging“ eines lesenswerten Beitrags von Prof. Dr. Werner Sauter:

BlendedSolutions's Blog

Die Initiative D21 legte eine Studie „Medienbildung an deutschen Schulen“ vor[1]. Diese Befragungsergebnisse bringen erschreckende Denkblockaden zum Vorschein. So glauben über die Hälfte der Lehrer, dass neue Medien in der Schule zu folgenden Ergebnissen führen:

  • Informationsflut überfordert die Schüler
  • Nachlassende Einsicht der Schüler, dass sie selbst Wissen aufbauen müssen, weil alles auf Knopfdruck abrufbar ist
  • Lehrer haben einen schlechten Überblick, wieweit die Schüler dem Unterricht folgen
  • Schüler nutzen Computer nicht für den Unterrichtsstoff, sondern zum Spielen und Surfen

Was ist das für ein pädagogisches Verständnis? Ist es nicht gerade die Aufgabe der Schule, die Schüler zu befähigen, mit der wachsenden Informationsflut und mit den neuen Technologien sinnvoll umzugehen?Wie soll das geschehen, wenn neue Medien aus der Schule ausgeklammert werden? Warum werden die vielfältigen Möglichkeiten des selbstgesteuerten Wissensaufbaus mit neuen Medien nicht erkannt, obwohl die Schüler dies im Privatbereich bereits wie selbstverständlich praktizieren? Warum meinen Lehrer immer noch, dass…

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e-teaching.org-Newsletter und grafische Arbeiten

newsletter2Vor einigen Wochen habe ich hier im Blog auch mein berufliches Projekt „e-teaching.org im Kontext sozialer Netzwerke“ vorgestellt, für das ich seit März arbeite. Im aktuellen e-teaching.org-Newsletter (Nr. 36) sind anderthalb Seiten den Ergebnissen der jüngsten Studien gewidmet. Der Newsletter kann hier herunter geladen werden. Was grafische Arbeiten angeht, habe ich in letzter Zeit u.a. die neue Themenspecial-Postkarte, eine Visualisierung des „Advanced Co-Evolution Models“ (noch nicht veröffentlicht, zum Modell siehe Artikel von meinen Kolleg/inn/en: Kimmerle, Moskaliuk & Cress, 2011) und einen kleinen Comic (letzte Seite des Newsletters) gestaltet. Viel meiner Tätigkeit besteht im Moment auch in der Koordination dessen, was wir im e-teaching.org-Blog und auf Twitter schreiben.

Noch ein Hinweis in anderer Sache: Für eine Studie im Rahmen meiner Dissertation suche ich momentan Service-Learning-Expert/inn/en, die digitale Medien in ihrer Lehre einsetzen. Diejenigen Personen, die mir spontan in den Sinn kommen, werde ich in nächster Zeit natürlich auch anderweitig ansprechen. Trotzdem: wer das liest und sich angesprochen fühlt: bitte gerne bei mir melden.

Erste Ergebnisse im Social-Media-Projekt

strategieLangsam aber sicher gibt es erste vorzeigbare Ergebnisse aus meinem Projekt „e-teaching.org im Kon­text sozialer Netzwerke“ (oder wenn man mag kurz: „EIKSN“), für das ich seit dem Frühjahr arbeite. Das Projekt, welches von den Ländern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen finanziert wird, möchte das Social Media Marketing des Informationsportals e-teaching.org verbessern. Im Sommer standen zunächst soziale Netzwerkanalysen (SNA) und eine Sekundärdatenanalyse zum COER13 an und erst kürzlich haben wir eine Online-Umfrage unter den Abonnenten unseres Portals durchgeführt, um die mehr über die Nutzungsgewohnheiten in Bezug auf soziale Netzwerke zu erfahren. Die Ergebnisse werden momentan noch ausgewertet und fließen dann in eine Social Media Strategie ein, die wir bis Ende September zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen in der Portalredaktion verabschieden werden. Eckpunkte der Strategie stelle ich Anfang Herbst auch hier im Blog und an offizieller Stelle vor. Es sei soviel verraten, dass wir gerade vor allem Facebook und Xing unter die Lupe nehmen, um zu schauen, wie e-teaching.org dort zukünftig aktiv werden kann. Nächste Woche geht es jetzt allerdings erst einmal auf die GMW-Jahrestagung nach Zürich, wo ich mich darauf freue, endlich die Personen kennenzulernen, die ich tagtäglich auf Twitter „sehe“.

PS: Neulich habe ich außerdem eine Rezension zum Buch „Patient Hochschullehre – Vorschläge für eine zeitgemäße Lehre im 21. Jahrhundert“ von Jürgen Handke verfasst, die online abgerufen werden kann.

PPS: Hier noch ein paar unkommentierte Bilder (CC BY-SA 3.0 DE) aus der Twitter-SNA:

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Vom Lech an den Neckar

Nachdem ich mittlerweile sehr gut in Tübingen angekommen bin und auch die neue Wohnung in Stuttgart einigermaßen steht, habe ich heute endlich ein wenig Ruhe, um auf die Veränderungen der letzten Mona­te zurückzublicken. Ich habe die Zeit in Augs­burg sehr genossen, seit Beginn meines Studiums waren das immerhin acht schöne Jahre in Bayrisch-Schwaben, wenn man meinen „Ausflug” nach England mal außen vor lässt. Aber wie das so ist, wenn manche Dinge sich zu sehr routinieren: man sucht nach neuen Herausforderungen und da kam mir die Stellenausschreibung aus Tübingen gerade recht.  Als „akklimatisierter Schwabe” ist die Sprach- und Kulturbarriere für meine bayrische Seele jetzt auch relativ leicht zu meistern, weshalb dem Zug gen Westen nichts entgegenstand.

Hier am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen sehe ich die Chance, mich wieder verstärkt dem E-Learning zu widmen und mich über mein eigenes Forschungs- und Entwicklungsprojekt „e-teaching.org im Kontext sozialer Netzwerke” zu verwirklichen und auch dem Bereich Social Media wieder anzunähern. Die Lehre mit Non-Profit-Einrichtungen war für mich ein interessanter Exkurs in eine sozialpädagogisch angehauchte Medien­pädagogik, aber auch mehr als das: nach wie vor halte ich die praktische Relevanz von Lehre und auch den persönlichen Kontakt zwischen Lehrenden, Lernenden und gesellschaftlichen Gruppen außerhalb der Hochschule für zentral, ungeachtet aller Chancen der Digitalisierung. Zwar mache ich momentan keine Lehre (wer weiß was die Zukunft bringt), aber dem „Blended Learning” Ansatz – und der Universität Augsburg über mein Promotionsvorhaben – werde ich wohl verbunden bleiben. Ebenso wie dem FC Augsburg, der es dank Sky auch in mein neues Heim geschafft hat ;-).

Netzinhalte für gemeinnützige Zwecke nutzen

Workshopsitzung im Rahmen meines Seminars „Öffentlichkeitsarbeit in Non-Profit Organisationen“, Universität Augsburg, 3. Juli 2013

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